Osterbrunnen
Osterbrunnenschmücken / Osterbrunnensingen
Die Brunnen werden zu Ostern immer geschmückt, in Engelhardsberg begann dieser Brauch nachweislich 1913. Alljährlich in der Osternacht singt die Dorfjugend an den Brunnen das Fest ein. Früher gehörte zu den Osterbräuchen noch das Brunnenputzen. Gründonnerstag wurden aus der hölzernen Laufröhre der Quellfassung das angespülte Laub, abgelagerter Sand und Moos entfernt. Nach getaner Arbeit zogen die Brunnenputzer im Dorf von Haus zu Haus und wurden mit Eiern belohnt.
Der Bayerische Rundfunk berichtete am
Gründonnerstag 2012 über Birkenreuth und unser besondere Tradition
in Engelhardsberg:
http://www.br.de/radio/bayern1/sendungen/mittags-in-franken/osternachtsgesang100.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Osterbrunnen
http://www.fraenkische-schweiz.com/info/osterbrunnen.html (Geschichte der
Osterbrunnen, Osterbrunnenwanderungen, u.v.a.m.)

Wasser war in der Fränkischen Schweiz lange Zeit ein seltenes Gut. Als Zeichen der Wertschätzung entstand der Brauch, die Brunnen alljährlich zu schmücken. Das an Ostern geschöpfte Wasser hat der Sage nach wundersame Wirkungen.
Von den wenigen Quellen und Brunnen in den Tälern schleppten meistens Frauen das Wasser mühsam in die höher gelegenen Dörfer. Anderenorts wurden bis zu hundert Meter tiefe Stollen gegraben, um an frisches Wasser zu gelangen. Kein Wunder also, dass die Brunnen einen besonderen Stellenwert einnahmen und einmal im Jahr gewürdigt wurden.
Gemäß dem Brauch werden die meisten Brunnen am Karfreitag geschmückt oder wie der Volksmund sagt: Der Brunnen wird "geputzt". Früher war das die Aufgabe der jungen Burschen. Heute sind es vor allem Heimatvereine, die die Tradition aufrecht erhalten. Zunächst muss die Anlage gesäubert werden, das sogenannte "Brunnen fegen". Danach wird der Brunnen mit künstlerisch gestalteten, ausgeblasenen Eiern verziert. Aus Fichtenzweigen werden Girlanden oder Kronen geflochen. In vielen Orten zieren zusätzlich Papierbänder und echter Blumenschmuck die Osterbrunnen.